Welcome and HOME
Projekte
Welcome- and Home-Center
Ankommen. Wohnen. Arbeiten. Integrieren.
Deutschland braucht neue Antworten auf zwei zentrale Herausforderungen: den zunehmenden Bedarf an qualifizierten Fach- und Pflegekräften und den Mangel an bezahlbarem, kurzfristig verfügbarem Wohnraum. Gleichzeitig stehen in vielen Städten Bürogebäude und andere Immobilien leer oder werden nicht mehr entsprechend ihrer ursprünglichen Nutzung benötigt.
Mit dem Konzept „Welcome- and Home-Center“ entwickelte das Europäische Institut für zertifizierte Arbeits- und Menschenrechte gemeinsam mit der IGTV – Interessenvertretung GesundheitTransfer & Verkehr einen integrierten Ansatz, der vorhandene Immobilien in moderne, sichere und sozial orientierte Wohnstandorte verwandelt.
Ein Zuhause für den Neustart
Welcome- and Home-Center sollen insbesondere neu nach Deutschland kommende Fach- und Pflegekräfte aus internationalen Herkunftsländern – unter anderem aus China, Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten – beim Start in Deutschland unterstützen.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht lediglich die Bereitstellung eines Zimmers. Ein Welcome- and Home-Center verbindet Wohnen, Ankommen, Orientierung, Qualifizierung und soziale Integration.
Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen einen sicheren Ausgangspunkt erhalten, von dem aus sie ihren Arbeitsplatz erreichen, Deutsch lernen, Kontakte aufbauen und sich Schritt für Schritt in ihrem neuen Lebensumfeld etablieren können.
Bestehende Gebäude neu denken
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Umnutzung leerstehender oder nicht mehr zeitgemäß genutzter Büroimmobilien.
Wo die baulichen und rechtlichen Voraussetzungen gegeben sind, können solche Gebäude zu modernen Boarding-Häusern mit Einzelzimmern, kleinen Wohneinheiten und Gemeinschaftsbereichen entwickelt werden.
Auch innovative modulare Lösungen können Bestandteil des Konzepts sein – beispielsweise vorgefertigte Wohneinheiten auf geeigneten Flachdächern. Voraussetzung ist immer eine sorgfältige Prüfung von Statik, Baurecht, Brandschutz, Erschließung und Wirtschaftlichkeit.
So kann zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden, ohne unnötig neue Flächen zu versiegeln.
Sicherheit hat Priorität
Ein Welcome- and Home-Center muss vor allem eines sein: sicher.
Deshalb steht ein objektspezifisches, genehmigungsfähiges Brandschutzkonzept am Anfang jeder Entwicklung. Flucht- und Rettungswege, Brandmelde- und Sicherheitsanlagen, Feuerwiderstände, Beleuchtung, Erschließung und gegebenenfalls Barrierefreiheit werden gemeinsam mit den zuständigen Fachplanern und Behörden betrachtet und umgesetzt.
Das Ziel ist ein Wohnangebot, das funktional, würdig, sicher und dauerhaft tragfähig ist.
Integration statt bloßer Unterbringung
Das Welcome- and Home-Center versteht sich als mehr als eine Unterkunft.
Gemeinschaftsräume, Sprach- und Bildungsangebote, Beratungsstrukturen sowie interkulturelle Begegnungsmöglichkeiten können dazu beitragen, dass aus dem ersten Wohnort ein tatsächlicher Ankunftsort wird.
Integration von wohnungslosen Ur-Bürgerinnen und Bürgern
Die Einbindung von Menschen ist sinnvoll, die selbst Erfahrung mit schwierigen Lebenssituationen haben und dennoch über geeignete soziale, schulische oder berufliche Kompetenzen verfügen. Mit professioneller Begleitung können daraus Mentoring-, Lern- und Unterstützungsangebote entstehen.
Die Auswahl der Bewohnerinnen und Bewohner erfolgt dabei nach transparenten, rechtssicheren und sozial verantwortbaren Kriterien. Entscheidend ist insbesondere die individuelle Lebenssituation, die Wohn- und Integrationsperspektive sowie die Fähigkeit, sich in eine verbindliche Hausgemeinschaft einzufügen.
Eine Brücke zwischen internationaler Fachkräftegewinnung und sozialer Verantwortung
Das Konzept verbindet zwei Aufgaben, die häufig getrennt betrachtet werden:
Fachkräftesicherung und soziale Stabilisierung.
Internationale Fachkräfte benötigen bei ihrer Ankunft in Deutschland nicht nur einen Arbeitsplatz, sondern auch eine realistische Wohn- und Lebensperspektive.
Gleichzeitig brauchen Menschen in schwierigen sozialen Situationen Möglichkeiten, wieder Stabilität, Qualifikation und gesellschaftliche Teilhabe zu gewinnen.
Welcome- and Home-Center können hierfür einen gemeinsamen räumlichen Rahmen schaffen – mit klaren Regeln, professionellem Sozialmanagement und individuellen Entwicklungsperspektiven.
Ein Modell für Städte und Unternehmen
Das Konzept richtet sich an Kommunen, Wohnungsunternehmen, Immobilienbesitzer, Arbeitgeber, Sozialträger und Bildungseinrichtungen.
Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Verkehrsunternehmen und andere Arbeitgeber können beispielsweise Wohnraum für neu angeworbene Beschäftigte sichern. Kommunen können leerstehende Immobilien einer neuen, gesellschaftlich relevanten Nutzung zuführen. Eigentümer erhalten die Möglichkeit, Bestandsimmobilien nachhaltig weiterzuentwickeln.
Dabei steht immer die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Verwaltung, Bauaufsicht, Brandschutz, Sozial- und Integrationsakteuren im Mittelpunkt.
Unser Ziel
Das Welcome- and Home-Center soll ein sichtbares Zeichen für eine moderne Stadt- und Integrationspolitik sein:
Leerstand wird zu Wohnraum.
Ankunft wird zu Integration.
Wohnraum wird zu Perspektive.
Und Fachkräftegewinnung wird mit sozialer Verantwortung verbunden.
Ankunft wird zu Integration.
Wohnraum wird zu Perspektive.
Und Fachkräftegewinnung wird mit sozialer Verantwortung verbunden.
Das Europäische Institut für zertifizierte Arbeits- und Menschenrechte und die IGTV möchten gemeinsam mit Kommunen, Unternehmen, Immobilienbesitzern und sozialen Partnern Pilotprojekte entwickeln und wissenschaftlich begleiten.
Erfolgreiche Modelle sollen anschließend auf weitere Standorte übertragbar sein.
Welcome- and Home-Center – ein Ort zum Ankommen. Ein Zuhause auf Zeit. Ein Ausgangspunkt für ein neues Leben in Deutschland.
EICLHR und IGTV
Integration sichern. Fachkräfte gewinnen. Städte stabilisieren.
Integration sichern. Fachkräfte gewinnen. Städte stabilisieren.