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Pressemitteilung-07-09-2026 - EICLHR

Europäisches Institut für
Zertifizierung von Arbeits- und Menschenrechten

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Pressemitteilung-07-09-2026

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Pressemitteilung


SCHLUSS MIT SOCIAL WASHING!

FairTOP3 fordert mehr Ehrlichkeit bei Arbeitgeber-Auszeichnungen: „Soziale Verantwortung darf kein käufliches Marketinginstrument sein“
 Düsseldorf, 07. September 2026

Arbeitgeber-Auszeichnungen haben Hochkonjunktur. Doch angesichts der ab 27. September 2026 geltenden bzw. erwarteten strengeren Anforderungen an irreführende Werbeaussagen stellt sich eine unangenehme Frage:
Wie viel soziale Verantwortung steckt tatsächlich hinter den zahlreichen Siegeln, Awards und Arbeitgeber-Auszeichnungen?

Das Europäische Institut für zertifizierte Arbeits- und Menschenrechte (EICLHR) fordert deshalb einen Kurswechsel.

Unter dem Motto „Schluss mit Social Washing!“ setzt das FairTOP3-System auf eine klare Trennung zwischen werblicher Selbstdarstellung und tatsächlich nachvollziehbarer sozialer Verantwortung.

„Ein schöner Award macht noch keinen guten Arbeitgeber“

„Unternehmen können heute mit zahlreichen Auszeichnungen werben. Aber eine Plakette an der Wand sagt zunächst einmal wenig darüber aus, wie Beschäftigte tatsächlich behandelt werden“, erklärt Jörg Kibbat, Institutsleiter des EICLHR und Entwickler des FairTOP3-Systems.

Seine Forderung ist deutlich:
„Soziale Verantwortung darf kein käufliches Marketinginstrument sein.“

Für Kibbat muss deshalb künftig stärker zwischen einer reinen Auszeichnung und einer tatsächlich überprüften Leistung unterschieden werden.

„Wer behauptet, ein fairer Arbeitgeber zu sein, sollte auch bereit sein, sich an dieser Aussage messen und überprüfen zu lassen.“

Neue Regeln erhöhen den Druck auf Unternehmen

Mit den ab 27. September 2026 relevanter werdenden strengeren Vorgaben zur Verbraucher- und Wettbewerbs­kommunikation wächst der Druck auf Unternehmen, soziale und ökologische Werbeaussagen belastbar zu formulieren und nicht mit Aussagen oder Zeichen zu arbeiten, die einen unzutreffenden Eindruck über die tatsächlichen Leistungen vermitteln.

Damit geraten auch Arbeitgeber-Auszeichnungen, Nachhaltigkeitsversprechen und soziale Imagekampagnen stärker in den Fokus.
Für Unternehmen bedeutet das: Glaubwürdigkeit wird zum Wettbewerbsfaktor.
 
Denn Beschäftigte, Bewerber, Kunden und Geschäftspartner wollen zunehmend wissen:
Ist ein Unternehmen wirklich sozial verantwortlich – oder sieht es nur so aus?

FairTOP3: Vom Versprechen zum Nachweis
Genau an diesem Punkt positioniert sich FairTOP3.

Das System verfolgt einen nachweisorientierten Ansatz und will Unternehmen dabei unterstützen, soziale Verantwortung nicht nur zu behaupten, sondern nachvollziehbar zu machen.

Im Mittelpunkt stehen Fragen nach fairer Arbeit, menschenwürdigen Arbeitsbedingungen, sozialer Verantwortung und der Achtung von Arbeits- und Menschenrechten.

Dabei zieht FairTOP3 eine wichtige Grenze:
Förder-Mitgliedschaft ist keine Zertifizierung.

Die FairTOP3 Förder-Mitgliedschaft ermöglicht Unternehmen einen kurzfristigen Einstieg und ein sichtbares Bekenntnis zu den Zielen von FairTOP3.

Sie ersetzt jedoch keine erfolgreiche Prüfung oder Zertifizierung.

Gerade diese klare Unterscheidung soll verhindern, dass eine Mitgliedschaft selbst zum nächsten Marketing-Siegel wird.

„Zeigen Sie, dass Ihnen Menschen wichtig sind“
Die zentrale Botschaft des EICLHR richtet sich deshalb direkt an Arbeitgeber:
 
„Zeigen Sie soziale Kompetenz. Zeigen Sie, dass Ihnen das Wohl anderer Menschen wichtig ist.“

Aber eben nicht ausschließlich durch schöne Worte.

Sondern durch konkretes Handeln.

„Wir wollen Unternehmen nicht daran hindern, über soziale Verantwortung zu sprechen“, sagt Kibbat. „Im Gegenteil: Gute Unternehmen sollen ihre Leistungen sichtbar machen können. Aber zwischen einer Behauptung und einem belastbaren Nachweis besteht ein erheblicher Unterschied.“

Schluss mit der „Siegel-Flut“
Nach Auffassung des EICLHR braucht der Markt nicht noch mehr Auszeichnungen, die lediglich das Unternehmensimage aufwerten.

Er braucht Orientierung.
Ein glaubwürdiges System müsse deshalb deutlich machen:
  • Was wurde tatsächlich geprüft?
  • Nach welchen Kriterien wurde geprüft?
  • Wer hat geprüft?
  • Was bedeutet die Auszeichnung tatsächlich?

Nur wenn diese Fragen transparent beantwortet werden können, entsteht aus einem Logo ein glaubwürdiges Signal.

FairTOP3 setzt auf Verantwortung statt Fassade
Die Initiative des EICLHR lässt sich auf einen einfachen Gedanken reduzieren:

Nicht:
„Wie bekomme ich eine Auszeichnung?“

Sondern:
„Was tue ich tatsächlich für die Menschen?“

Nicht:
„Wie kann ich mich als fairer Arbeitgeber darstellen?“

Sondern:
„Wie kann ich meine Verantwortung glaubwürdig nachweisen?“

Und vor allem:
Nicht kaufen – sondern Verantwortung übernehmen.
 
 
Förder-Mitgliedschaft als erster Schritt

Für Unternehmen, die kurzfristig ein sichtbares Zeichen setzen und sich mit den Themen faire Arbeit sowie Arbeits- und Menschenrechte auseinandersetzen möchten, bietet FairTOP3 die Förder-Mitgliedschaft als Einstieg an.

Sie soll Unternehmen die Möglichkeit geben, ihre Unterstützung für eine verantwortungsvolle Arbeitswelt öffentlich zu machen und zugleich den Weg zu einer weitergehenden FairTOP3-Prüfung vorzubereiten.

Die Botschaft ist dabei eindeutig:
Eine Mitgliedschaft kann ein Bekenntnis sein.
Eine Zertifizierung muss ein Nachweis sein.

EICLHR: „Die Zeit der schönen Fassaden ist vorbei“

„Wir stehen vor einem Wandel“, so Kibbat.
„Die Gesellschaft akzeptiert zunehmend nicht mehr, dass Unternehmen soziale Verantwortung lediglich auf ihrer Internetseite versprechen. Menschen wollen wissen, was tatsächlich dahintersteht.“

Deshalb lautet die Forderung des EICLHR:
 
Schluss mit Social Washing.
Schluss mit leeren Versprechen.
Schluss mit Auszeichnungen ohne nachvollziehbare Aussagekraft.

Und stattdessen:
Mehr Verantwortung. Mehr Transparenz. Mehr Nachweis.

FairTOP3
Zeigen Sie soziale Kompetenz.
Zeigen Sie, dass Ihnen das Wohl anderer Menschen wichtig ist.

Über das EICLHR und FairTOP3
Das Europäische Institut für zertifizierte Arbeits- und Menschenrechte (EICLHR) befasst sich mit der Bewertung und Förderung von Arbeits- und Menschenrechtsstandards.

Das von Jörg Kibbat entwickelte FairTOP3-System verfolgt das Ziel, soziale Verantwortung nachvollziehbarer und glaubwürdiger zu machen und einen Beitrag zur Vermeidung von Social Washing zu leisten.
 
 
Informationen:
www.eiclhr.eu
www.fairtop3.eu
 
Pressekontakt:
Europäisches Institut für zertifizierte Arbeits- und Menschenrechte (EICLHR)
GEMEINSAM VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN.
Für eine faire, transparente und verlässliche Arbeitswelt in Europa.

Das EICLHR schafft eine unabhängige Plattform für Transparenz, Forschung, Zertifizierung und Dialog – für eine Arbeitswelt, in der Qualität, Verantwortung und Verlässlichkeit nicht nur behauptet, sondern nachvollziehbar belegt werden.
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